Aktuelles

SRI LANKA – der Dolchstoß für den Bio-Landbau?

Einfach auf den „Kunstdünger“ und die „Pestizide“ verzichten, einen wundersamen Kompost kreieren --- und fertig ist der Bio-Landbau? So dachten auch die Eliten der Staatsführung in SRI LANKA.

Wegen der hohen Verschuldung des Landes, wurden kurzerhand die Importe von Düngemittel und Pestizide in Höhe von ca. 250 Mill. Dollar gestrichen. Einfache Lösung, dachte man, wir machen alles „Bio“!

Mit einem schnell kreierten Kompost sollten die Lücken der Pflanzenernährung geschlossen werden.

Das Ende vom Lied ist eine bisher nicht gekannte Hungersnot. Statt der sonst üblichen 75 Sack Reis, wurden landesweit nur noch 31 Sack Reis je Hektar geerntet.

Was taugen die viel propagierten biologischen Methoden, oft freie Erfindungen ohne jeglichen Erklärungswert, von alternativer Landwirtschaft, von biologischem Wirtschaften, von ganzheitlichem Denken, wenn sie im Bedarfsfalle der Praxis nicht standhalten?

Das Spielen mit der Nahrungsmittelproduktion, auf der Basis absurder Theorien und unhaltbarer Behauptungen, kann sehr schnell, wie geschehen, eine Katastrophe auslösen.

Die Kritik gilt daher einer ständig erneuernden Verbreitung von Pseudolehren und Scheinwissenschaften. Die sich weder einbinden noch anbinden lassen an den Bestand gut gesicherten Wissens. Gerade in einem der wichtigsten Wirtschaftszweige, wie der Landwirtschaft, sollten Neuerungen und Entwicklungen einen soliden wissenschaftlichen Hintergrund besitzen. Sie müssen theoretisch Nachvollziehbar und empirisch wiederholbar sein.

Der Fall SRI LANKA könnte so auch anderswo geschehen.


Die Kapitulation der Klimapioniere

Alles zurück auf Anfang, nein nicht etwa zu einem neutralen Klima, nein nur bis zum Anfang der Klimarettung und dann … Stimmen aus dem Schweizer Davos: „Wir sehen nicht annähernd einen Pfad, um das 1,5 Grad - Szenario zu erreichen“. (Herr Saha)

„Das wir die Fehler der Vergangenheit reparieren, ist vielleicht noch möglich. Dass wir sie ungeschehen machen, ist unmöglich. Es ist keine Option mehr, keine Erderwärmung erreichen zu wollen.“ (Herr Habeck) Auch die Berichte des Weltklimarates IPCC haben keine neuen Forschungserkenntnisse vorstellen können, sondern nur bestehende Ergebnisse zusammengefasst.

Auch das optimistischste Szenario reicht noch nicht aus um die Klimaziele zu erreichen. Kein einziges Land hat bisher einen Plan vorgelegt für Emissionssenkung, der ausreicht, um die globale Erwärmung bei 2 Grad, geschweige bei 1,5 Grad zu stoppen. Ist das die endgültige Kapitulation.

Zwischenzeitlich sind sich viele Klimaforscher einig: Ohne naturbasierte Maßnahmen, das CO² aus der Atmosphäre zu reduzieren, wird es unmöglich sein, die globale Erwärmung unter 2 Grad zu halten. Der natürliche Lösungsansatz:

  • Die jährlich weltweite CO² Aufnahme durch Pflanzenwachstum wird auf 60 Giga Tonnen geschätzt (Max-Planck-Inst.)
  • Der jährliche weltweite THG (Treibhausgas) Ausstoß durch die Verbrennung von Erdöl liegt bei 4 Giga Tonnen CO².
  • Auch unter Einbeziehung von Kohle- und Gas Verbrennung steigen die THG – Emissionen nicht über 8 Giga Tonnen gesamt weltweit.
  • Einzig und allein die fossilen Brennstoffe führen zu einem Anstieg der CO² Konzentration in der Atmosphäre.
  • Fehlerhaft ist die Einbeziehung von CO² Emissionen, die dem ganz normalen, dem alltäglichen Kohlenstoffkreislauf zugeschrieben werden müssen.
  • Nachwachsende Rohstoffe, Biogas und ähnliches beschleunigen nur den normalen Kohlenstoffkreislauf. Sie tragen nicht zur Steigerung bzw. Minderung oder einer Neutralität des CO² in unserer Atmosphäre bei.
    Die Natur kennt nur den einen gangbaren Weg, den Kohlenstoff den wir aus der Erde ziehen (fossile Brennstoffe) und in Form von CO² in die Atmosphäre blasen, müssen wir mindestens in gleicher Menge durch Pflanzenwachstum (Photosynthese) und Carbonisierung der pflanzlichen Reste in die Lagerstätten der Erde zurückliefern. Den großen Kreislauf des Kohlenstoffs aktivieren.
    Natürlicher Klimaschutz und nachhaltige Landwirtschaft, ist der Inhalt des Teil III der „Mikrobiellen Carbonisierung“.

W.Witte Juni 2022