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Das Problem mit den Problemlösungen!
„Pflanzen f r e s s e n Pflanzen?”

Durch den Trend im ökologischen Landbau zu viehlosen Betrieben, ist der Nährstoffkreislauf ins Stocken geraten. Ein Lösungsansatz bieten Leguminosen, hier kommen besonders Kleearten und Luzerne zum Einsatz. Deren Folgewirkung durch die Knöllchenbakterien (Rhizobien), sind durchaus positiv. Doch wohin mit dem eigentlich wertvollen Aufwuchs bei viehlosen Betrieben?

Der Ausweg, der Lösungsansatz dazu sind Mulch - und Rotteflächen, auch Direktsaatflächen. Also den wertvollen Aufwuchs als Dünger in den Bestand oder oberflächig als Mulchauflage verwenden und damit höchste Humusreproduktion erreichen.

Als Dünger? Können Pflanzen Pflanzen fressen? Werden am Ende nicht andere Probleme (wie Pilze als Zersetzer) angefüttert? Humusreproduktion? Gehen die organischen Bodenauflagen, deren Kohlenstoff, nicht durch aeroben Abbau direkt und vollständig als CO² in die Luft?

Naturwissenschaftliche Zusammenhänge, also fundamentale Probleme verschwinden nicht einfach, wenn man sie nur vollständig ignoriert, sondern viele werden eher größer.

Es gab und gibt immer wieder Versuche, bewiesene wissenschaftliche Theorien zu ignorieren und in Frage zu stellen. Wie: Pflanzen ernähren sich vom lebenden Protoplasma; - nur Leben kann neues Leben schaffen. - Das Bodenleben füttern; - für viel Sauerstoff im Boden sorgen; - der wichtigste Nährstoff, den die Pflanzen brauchen, ist der Sauerstoff; ... und dann noch dies --- und sollen schlussendlich - einen aktiven Beitrag bei der CO² - Reduzierung der Atmosphäre beitragen (???)

Was für ein Zerrbild der Wissenschaft!

Sämtliche Studien (und davon gibt es Viele) an Mulchflächen, also organischen Bodenauflagen, haben gleiche Resultate erbracht:

  • Die Population an Feldmäusen und Schnecken steigt stark an.
  • Der Besatz an Gräsern, Quecken und Trespen nimmt stark zu.
  • Der Befallsdruck mit Schadpilzen steigt in den Folgekulturen.
  • Stroh und Gräser sind idealer Überwinterungswirt für Schadpilze aller Art.

Die positiven (Neben-) Effekte sind kräftig grüne Pflanzen = aber durch den erhöhten CO² - Gehalt (bis 1500ppm) über dem Mulch. Denn das Kohlendioxid ist der am meisten benötigte Nährstoff der Pflanzen. Die Erträge auf Mulchflächen bleiben dabei aber eher moderat, da der verfügbare Stickstoff fehlt.

Die ebenfalls bei diesem aeroben Milieu ausgasenden Schwefeldioxide und Stickoxide wirken, bei starkem Auftreten als Kondensationskeime und regen die Wolkenbildung an.

Ein weiterer Effekt soll die - „Unkrautunterdrückung” - sein. Ja, a b e r - die Unkräuter werden nicht unterdrückt, sondern die Samenkörner werden von den im Mulch siedelnden Pilzen als lebensnotwendige Stickstoffquelle ausgelaugt. Dies kann bekanntermaßen auch einmal die Saat treffen!

Viele der heute angebauten Nutzpflanzen, sind auf Ertrag gezüchtet. So ist auch deren Anfälligkeit gegen eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen gestiegen. Einem Befall vorzubeugen, bedeutet bereits den Schutz des Saatgutes zu organisieren. Der Beste und kostengünstigste Schutz sind immer noch vorbeugenden Maßnahmen, wovon allein die die Natur etliches bietet. Eine Brut - und Überwinterungsstation für Pilze aller Art, wie im Mulch, sollten eher nicht dazu gehören. Unser Verständnis -Problem ist der Sauerstoff. Er ist Segen und Fluch bei unserer Lösungsfindung im Pflanzenbau. So hat das Pflanzenwachstum, besser noch die Photosynthese, den Sauerstoff als Abfallprodukt in die Atmosphäre freigesetzt. Für viele Mikroorganismen und deren Enzyme ist dieser freie Sauerstoff der Supergau. Er ist für sie hochgradig giftig. Ein Segen für Mensch und Tier, aber eben auch für die Pilze. Diese atmen auch den Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus.

W.Witte 11.02.2018